5 häufige SEO-Fehler, die Sie vermeiden sollten

In der SEO-Welt ist Wandel die einzige Konstante. Google verändert seine Suchalgorithmen 500 bis 600 Mal pro Jahr – wer im Google-Ranking nicht abrutschen möchte, muss seine SEO-Strategie daher anpassen und alte SEO-Muster überdenken. Lassen Sie uns vor diesem Hintergrund 5 veraltete SEO-Routinen betrachten, die Sie in diesem Jahr unbedingt ablegen sollten.

Veraltete SEO-Routine Nr. 1: Zu viele Suchbegriffe

Vor 2009 nutzten Google und die meisten anderen großen Suchmaschinen, zur Bestimmung der relevanten Suchbegriffe für eine Website, das Metatag-Feld zur Festlegung der Suchbegriffe, also den Backend-Bereich der Website, in dem Suchbegriffe eingegeben werden können. Dieses Feld beeinflusste direkt die Platzierung bei Google. Findige Websitebetreiber konnten somit die Suchergebnisse leicht manipulieren, indem sie einfach so viele Suchbegriffe wie möglich in den Metatags und im Seiteninhalt unterbrachten. Dies hatte zur Folge, dass Google sich entschied, diesem Feld weniger Bedeutung beizumessen.

In welchem Maße beeinflussen Suchbegriffe in den Metadaten und im Seiteninhalt also Ihr Google-Ranking? Heute interessiert sich Google mehr dafür, ob Ihre Suchbegriffe natürlich im Kontext verwendet werden, und für ihre Platzierung in den Tags für Titel und Überschriften – dies sind die Positionen, an denen Suchbegriffe tatsächlich eine Relevanz für Suchmaschinen und Websitebesucher haben. Eine bunt zusammengewürfelte Liste von 20 Suchbegriffen in den Metatags und im Seiteninhalt, wirkt heute eher wie der unbeholfene Versuch, die Suchergebnisse zu manipulieren, was sogar zu einer schlechteren Suchplatzierung führen kann. Um auf der sicheren Seite zu sein, geben Sie einen zentralen Suchbegriff in das dafür vorgesehene Metatag-Feld ein, um hervorzuheben, was auf einer Seite oder in einem Inhaltsblock wirklich relevant ist, und verwenden denselben Begriff dann im Kontext direkt im Seiteninhalt. Auf diese Weise vermeiden Sie eine Herabstufung durch Google und bieten den Suchmaschinen dennoch über den Suchbegriff einen gewissen Kontext an.

Veraltete SEO-Routine Nr. 2: Sie vergessen Titeltags und Metabeschreibungen zu optimieren

Wenn sich eine Suchmaschine Ihre Website „ansieht“, benötigt sie ein wenig Unterstützung, um zu erkennen, worum es auf der Seite überhaupt geht. Die Suchbegriff-Metatags helfen sicherlich ein wenig, doch Titeltags und Metabeschreibungen, die als Zusammenfassung Ihrer Seite für Suchanfragen dienen, liefern Suchmaschinen den meisten Kontext zu den auf Ihrer Website angebotenen Produkten und Dienstleistungen.

Über das Titeltag definieren Sie, worum es auf einer Seite bzw. in einem Inhaltsblock im Wesentlichen geht. Es sollte zwischen 50 und 60 Zeichen umfassen. Die Metabeschreibung enthält eine Zusammenfassung der Seite bzw. des Inhaltsblocks und hat eine Länge von 100 bis maximal 130 Zeichen. So ist beispielsweise das Titeltag für den Inhalt auf dieser Seite „5 häufige SEO-Fehler, die Sie vermeiden sollten“, und die Metabeschreibung lautet „Verbessern Sie Ihre Suchmaschinenoptimierung und brechen Sie in diesem Jahr mit veralteten SEO-Routinen“. Gemeinsam vermitteln Titeltag und Metabeschreibung Nutzern und Suchmaschinen knapp und eindeutig die Botschaft, worum es in diesem Blogpost geht. Achten Sie darauf, einen relevanten zentralen Suchbegriff im Titeltag und in der Metabeschreibung zu verwenden, um eine verbesserte SEO für Ihre Website zu erzielen.

Veraltete SEO-Routine Nr. 3: Den lokalen Aspekt bei der SEO ignorieren

Sie wissen natürlich, wo Sie Ihren Hauptsitz haben und in welchen Märkten Ihr Unternehmen tätig ist, doch große Suchmaschinen wie Google wissen das nicht unbedingt.

Vergessen Sie nicht, geografisch aussagekräftige Suchbegriffe in Inhalten und Metatags zu verwenden. Es reicht nicht aus, nur Ihre Produkte und Dienstleistungen auf Ihrer Website vorzustellen. Vielmehr gilt es, Ihre Produkte und Dienstleistungen in Bezug auf Ihre Region oder Stadt vorzustellen. Angenommen, Sie betreiben ein Unternehmen für Klimatechnik in Leipzig, dann sollten Sie Inhalte über Leipzig auf Ihren Seiten, in den Metatags und im Code der Seite platzieren, damit Suchmaschinen wissen, dass Ihre Website für Besucher aus dem Raum Leipzig besonders relevant ist. Verlassen Sie sich auch nicht darauf, dass Google und Co. wissen, wo Ihre Kunden sich befinden.

Achten Sie zusätzlich darauf, dass Ihre Website technisch für Ihren Hauptstandort optimiert ist und Sie lokale Auszeichnungen auf Ihrer Website verwenden, die mit den Standortinformationen in Ihren lokalen Verzeichnissen konsistent sind. Google und andere Suchmaschinen erwarten Einheitlichkeit bei Namen, Adresse und Telefonnummer auf der Website und in lokalen Verzeichnissen, um Ihre Position in den Suchergebnissen zu bestimmen. Eine konsistente Angabe aktueller Informationen sollte deshalb ein wichtiger Teil Ihrer lokalen SEO-Strategie sein.

Veraltete SEO-Routine Nr. 4: Texte für Suchmaschinen, nicht für Kunden

Google versucht seit einigen Jahren, Websitebetreiber dazu zu bewegen, beim Verfassen der Texte für ihre Websites den Fokus auf die Nutzer, nicht auf die Suchmaschinen, zu richten. Einige der jüngsten Google-Updates belohnen ein solches Verhalten mit einer besseren Platzierung in den Suchergebnissen (und strafen Websites, die diesen Grundsätzen nicht genügen, mit einer Herabstufung). Die über die letzten Jahre herausgebrachten Updates des Panda-Algorithmus beispielsweise erkennen hochwertige, auf den Nutzer ausgerichtete Inhalte und belohnen diese. Unter diesem Update liefern individuelle Inhalte, die Mehrwert zu einem Thema bieten und die Anfragen der Nutzer direkt behandeln, bessere Ergebnisse als schlecht verfasste Inhalte mit willkürlich eingeschobenen Suchbegriffen, die den Lesefluss behindern.

Im Zuge des Hummingbird-Updates im Jahr 2013 ging Google sogar noch einen Schritt weiter. Mit Hummingbird führte Google die semantische Suche in den Algorithmus ein. Die wesentliche Neuerung war, dass Google jetzt verstand, dass für manche Suchbegriffe A gleich B ist – dass beispielsweise die Suche nach „München Hotels“ identisch ist mit der Suchanfrage „München Hotel“. Für die Websuche war dies eine absolute Revolution, und das Verfassen von benutzerfreundlichen Inhalten wurde massiv vereinfacht.

Sie fragen sich, warum das für Sie von Bedeutung ist? Weil Sie nun plötzlich alle Besucher Ihrer Website direkt und mit natürlich formulierten Texten ansprechen können – ohne sprachliche Verrenkungen, um es der Suchmaschine zu ermöglichen, Ihre Website richtig zu indizieren und in den Suchergebnissen zu platzieren. Nehmen Sie sich für dieses Jahr vor, für Ihre Kunden und die Besucher Ihrer Website zu schreiben. Sprechen Sie nicht nur zu Ihren Kunden – erreichen Sie sie auch.

Veraltete SEO-Routine Nr. 5: Mobilgeräte außen vor lassen

Nach Aussage von Googles SVP Amit Singhal wurden im Sommer 2015 mehr Google-Suchen über Smartphones als über Desktop-Computer durchgeführt. Mehr und mehr Menschen können sich ein Leben ohne ihr Smartphone kaum mehr vorstellen. Insofern kann dieser Trend nicht weiter überraschen und wird sich im Jahr 2016 vermutlich fortsetzen.

Früher war es absolut akzeptabel, wenn die eigene Website nicht für Smartphones oder Tablets optimiert war, doch das hat sich inzwischen geändert. Im Jahr 2016 bevorzugt Google bei Suchanfragen über Mobilgeräte Websites, die speziell für mobile Endgeräte optimiert wurden. Ein neues Tag für die „Mobilfähigkeit“ sowie ein Test für entsprechend optimierte Websites unterstreichen diese Neuausrichtung. Fazit: Ist Ihre Website nicht mobilfähig, wird sie Smartphone-Benutzern möglicherweise nicht als Suchtreffer angezeigt.

Ihre SEO-Strategie für 2016

Für Ihre Website heißt dies alles: Ehe Sie nicht auf alle Benutzergruppen abzielen, Ihre Webtexte für Kunden statt für Suchmaschinen verfassen und Ihre Website für Mobilgeräte optimieren, werden Sie 2016 nicht das Optimum aus Ihren SEO-Initiativen herausholen.

 

Viviana Plasil

Viviana ist für das gesamte Spektrum der Kommunikation und des Marketing in Europa verantwortlich. Hier schreibt sie gern über allgemeine Themen im Marketing oder künftige Trends in der Kommunikation. Wichtig ist es ihr dabei immer, die Perspektive der kleinen und mittelständische Unternehmen im Blick zu haben. Persönlich reist sie gern und hat ein Faible für alles Mediterrane.

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